Papiersorten

Algenpapier
Bei der Papierherstellung wird Tang aus einer Lagune von Venedig dem Papierbrei hinzugefügt und zu Algenpapier verarbeitet.

Bierpapier
Rohstoff dieser Papiere sind die Rückstände einer Brauerei. Bierpapier gibt es in den Sorten: Lager, Weizen, Pils, Ale und Bock als Karton und Papier. Weizen und Lager gibt es auch als Briefpapier mit Umschlägen.

Baumwollpapier
Für viele Papiere, auch handgeschöpfte Papiere liefert die Baumwolle mit ihren weichen, angenehmen Fasern den Grundstoff zur Papierherstellung. Die Baumwolle zu feinen Fasern zermahlen, mit Wasser vermischt, stellt den Papierbrei dar. Häufig werden diesem Grundstoff noch weitere Naturmaterialien zugefügt, z. B. Grashalme, Blüten, Kokosfasern, Strohstückchen.

Chinapapier - Maulbeerbaumpapier - Saapapier
Chinapapiere werden vorwiegend auf traditionelle Weise in China, Japan oder Korea aus dem Bast vom Maulbeerbaum hergestellt.

Gestrichenes Papier
Papiere, bei denen die Oberfläche durch Aufstreichen eines Gemisches aus Weißpigmenten und Bindemitteln besonders dicht und glatt, sogar leicht glänzend ist.

Hadernpapier
Früher wurden Lumpen, aus überwiegend zellulosehaltigen Fasern bestehend, angefeuchtet und unter Wasserzufuhr zu feinsten Fasern zermahlen. Heute wird Hadernpapier aus Baumwollgeweben der Textilproduktion hergestellt.

Hanfpapier
Die langen, festen Fasern der Cannabis-Pflanze liefern den Rohstoff für diese beliebte Papiersorte. Hanf ist eine der am schnellsten wachsenden, jährlich wiederkehrenden Pflanzen mit einer reichhaltigen Faserernte. Im Vergleich zur Baumwolle hat die Hanffaser eine 9-fache Reißstärke.

Jeanspapier
Jeanspapiere werden in Amerika aus Jeansstoffen zu einem hellblauen Papier verarbeitet. In Indien werden aus alten Jeansstoffen handgeschöpfte Jeanspapiere gefertigt.

Mattgestrichenes Papier
Papiere, bei denen Unebenheiten auf der Oberfläche durch mineralische Füllstoffe ausgeglichen werden. Die Oberfläche ist glatt, nicht glänzend und spiegelt nicht, wie es bei gestrichenen Papieren sein kann.

Metallpapier
Papiere erhalten eine hauchdünne Metallschicht und sind so vielseitig einsetzbar, z. B. als Aromaschutz für Kaffee, als Getränkekarton, in der Zigarettenschachtel.

Ölpapier
Papiere werden mit Wachs oder Paraffin getränkt, z. B. Butterbrotpapier.

Papyrus
Papyrus wurde schon zu Beginn des zweiten Jahrtausends v. Chr. in Ägypten erfunden und gilt als Vorläufer des heutigen Papiers. Aus dem Mark der Stängel der Papyrusstaude werden dünne Streifen geschnitten. Diese werden parallel nebeneinander gelegt und darüber eine zweite Schicht, rechtwinklig zur Ersten. Das Blatt wird mit einem Schlegel geklopft und gepresst. Der dabei austretende stärkehaltige Pflanzensaft verbindet die Streifen zu einem festen, elastischen Gefüge. Jedes Blatt ist ein Unikat.

Pflanzenfarbenpapier
Nach dem Schöpfvorgang werden die einzelnen Bögen mit reinen Pflanzenfarben gefärbt, z.B. dem Extrakt von Walnussschalen, tibetanischem Tee, Schalen des Granatapfels.

Recyclingpapier
Umweltschutzpapier heißt: 100% aus Altpapier hergestelltes Papier, während des Herstellungsprozesses nicht gebleicht, nicht gefärbt und in einem geschlossenen Wasserkreislauf hergestellt. Alle anderen Papiere werden zum Teil gefärbt, oder enthalten nur einen Anteil Altpapier.

Rindenpapier
Unter den Papierbrei werden kleine Rindenstückchen gemischt, die auf dem Papierbogen als kleine braune Stipfen zu erkennen sind.

Seidelbastpapier
Die Seidelbastpflanze ist der Grundstoff für diese Papiere. Seidelbast wächst unter anderem auch in Nepal am Himalaya in einer Höhe zwischen 1.500 und 3.000 Metern. Die Rinde des Busches wird abgeschält und einige Tage getrocknet. Gebündelt und verschnürt wird die trockene Rinde von den dort lebenden Menschen in 6 bis 8-stündigen Märschen ins Tal getragen. In der Papierwerkstatt wird die Rinde zum Aufweichen und Reinigen etwa 24 Stunden in einen Gebirgsbach gelegt. Danach wird die Rinde mehrere Stunden weichgekocht, anschließend mit einem Holzhammer ca. 30 Minuten zu einer dünnen Faserschicht breitgeklopft. Diese Fasern, vermischt mit Wasser, ergeben den Faserbrei, aus denen die Papiere Bogen für Bogen von Hand geschöpft werden.

Strohpapier
Baumwollbrei werden Strohstückchen zugefügt. Ein rustikales Papier, auf dem die einzelnen Strohstückchen zu erkennen sind. Als Karton, Papier, Briefpapier mit Umschlägen erhältlich.

Velourspapier
Papier wird mit einer feinen Schicht aus Viskose überzogen und fühlt sich an wie Samt.